Mittwoch, 17. Juli 2013

Kabarett-Oper als Ein-Mann-Programm oder der Hochwasserschutz im Murrtal



 Leserbrief zum Beitrag vom 8.7.2013 in der BKZ abgedruckt am 17.07.2013:

Kabarett-Oper als Ein-Mann-Programm

 .... so könnte man auch den Hochwasserschutz im Murrtal bezeichnen....



Sturmfeder-Festspiele. Wenn man diesen Titel hört, könnte man meinen, es wird Großes geboten. Wenn dann zu lesen ist, dass bei bestem Wetter die „Sitzreihen im Schlosspark nicht einmal halb gefüllt“ waren, bleibt nur die Vermutung, dass man ein kleines bisschen über das Ziel hinausgeschossen ist? Wenn dann zu lesen ist, dass Herr Bürgermeister Jäger auch noch in einer Kutsche vorfuhr, frage ich mich, ob ich im falschen Jahrhundert lebe? Obwohl: zu seiner mittelalterlichen Hochwasserschutzstrategie (Ackerland bebauen und mit Beton schützen, Familien absaufen lassen) passt so eine Kutsche perfekt. Dass Herr Jäger sicher kompetente Grußworte sprechen konnte, wenn das Münchhausen-Stück in einer Psychiatrie spielt, glaube ich sofort. War er doch gemäß BKZ amMinisterium für Arbeit und Soziales in Stuttgart für die Planung derpsychiatrischen Versorgung im Lande zuständig – bevor er sich berufen fühlte, Bürgermeister ausgerechnet meiner Heimatgemeinde zu werden. Heute fährt er eben Kutsche und beschäftigt sich mit Festspielen und Hochwasserschutz; passt ja auch alles irgendwie zusammen. Auch Münchhausen passt zum Hochwasserschutz. Geht doch seit längerem durch die Presse, dass das Land die Förderung für den Schutz von Familie Lind ganz offiziell abgelehnt hätte und Oppenweiler deshalb keinen Schutz bauen darf. Komischerweise steht in einem ganz aktuellen Brief des RP Stuttgart, dass weder für Familie Lind noch den Teilort Rüflensmühle jemals ein Förderantrag gestellt wurde. Damit wurde dann wohl auch nie vom Land ein solcher Antrag offiziell abgelehnt? Alles doch recht seltsam. Vielleicht wäre eine Kanonenkugel besser als eine Kutsche?







Sonntag, 7. Juli 2013

2te Erinnerung: Frage an MdL Wilfried Klenk CDU: Gefährdungen an körperlicher Unversehrtheit vieler Bürger in Oppenweiler - wer trägt dafür die politische Verantwortung?




Sehr geehrter Herr Klenk,

auch meine zweite Mail blieb bisher leider unbeantwortet, weshalb ich heute noch einmal bei Ihnen nachhaken will, da mich Ihre Ansicht zum Thema wirklich interessiert und ich von einem Landtagsabgeordneten der CDU und Gemeinderat meiner Heimatgemeinde doch sicher eine fachlich fundierte Stellungnahme zu meinen Fragen erwarten kann?

Auf Ihrer Internetseite ( http://www.wilfried-klenk.de ) fordern Sie nämlich uns Bürger ausdrücklich zum Meinungsaustausch und zum direkten Kontakt mit Ihnen auf, weil davon die Politik leben würde? Wie soll dieser Meinungsaustausch jedoch sattfinden, wenn Sie Anfragen über Wochen unbeantwortet lassen?

Sie teilen auf Ihrer Internetseite ebenfalls mit, dass Sie sich für uns Bürger einsetzen? Diesen Punkt möchte ich heute besonders aufgreifen. In der Anlage finden Sie ein Schreiben von Herrn Jäger an Sie gerichtet. Herr Jäger bittet Sie darin um Unterstützung bei der problematischen Förderung der Hochwasserpumpwerke von Oppenweiler.

Heute möchte ich Sie fragen, wie kann es sein, dass diese Pumpwerke nun wohl vom Land mit wohl 80 % gefördert werden (Herr Jäger bittet in seinem Schreiben an Sie sogar nur um 70%), man Familie Lind aber die Landesförderung verweigert? Man verweigert der Familie Lind den Hochwasserschutz mit der Begründung, dass die Familie 1956 schriftlich auf den Schutz verzichtet habe, weil die Familie darauf hingewiesen wurde, dass es ein Hochwasserproblem gibt?

In beiliegenden Zeitungsbeitrag vom 13.02.1990 spricht Ihr Gemeinderatskollege Hermann Fritz deutliche Wort zum Hochwasserproblem von Oppenweiler:

"Hermann Friz indes machte sich etwas Sorgen über das Hochwasser. Er erinnerte an das Jahr 1970, in dem die Murr innerhalb von 2 Monaten dreimal über die Ufer getreten ist. Wo das Wasser in einem solchen Fall dann hinlaufen soll, falls das Gewerbegebiet entstehe?, fragte er. Das Tal werde immer enger, und das Wasser habe immer weniger Platz. Und Fritz warnte: "Wir können uns nicht selber das Grab graben.“

Wie kann es dann sein, dass Herr Jäger öffentlich – auch im Gemeinderat - nur der Familie Lind vorwirft, dass diese bewusst in hochwassergefährdetes Gebiet baute, wenn der Gemeinderat derartige Diskussionen 1990 bereits führte?

Lieber Herr Klenk, wie bereits dargestellt sind Sie seit 1980 im Gemeinderat der Gemeinde Oppenweiler vertreten. Damit sind Ihnen die ganzen Diskussionen und auch die Aussagen von Herrn Fritz sicher bekannt? Deshalb frage ich Sie heute erneut: wer trägt also wirklich die Verantwortung für die Schäden in Höhe von über 20 Millionen Euro im Jahre 2011 und die Hochwasserprobleme der Gemeinde Oppenweiler, wenn es in der Öffentlichkeit von Herrn Jäger immer nur so dargestellt wird, dass Familie Lind und ich die Bürger der Gemeinde gefährden würden, weil wir gegen den aktuellen Hochwasserschutz klagen, der sogar in Bezug auf das notwendige Rückhaltebecken meine Enteignung „zum Wohle der Gemeinde“ vorsieht?

Freundliche Grüße

Dr. Jürgen Küenzlen


Montag, 1. Juli 2013

Danke!



Im Juni hatte der Blog über 1200 Postaufrufe aus ganz Deutschland. Ich möchte diese Gelegenheit heute nutzen mich bei allen Lesern zu bedanken. Es ist mir wichtig, dass möglichst viele Menschen in ganz Deutschland erfahren, wie Verwaltungsarbeit in Deutschland im Hintergrund wirklich funktioniert. Mich sprechen immer mehr Menschen an und können es gar nicht glauben, was hier in Oppenweiler passiert.

Wir müssen gemeinsam Bürgermeister wie Herrn Jäger wieder in die Schranken verweisen Verwaltungsarbeit für ALLE Bürger zu machen und dürfen nicht zulassen, dass Verwaltungsarbeit nur noch für einen Teil der Gesellschaft gemacht wird. Frei nach dem Motto:  wer eben Pech hat kommt unter die Räder.

Ein derart unkooperatives Vorgehen zum Durchsetzen der eigenen Interessen - mit voller Unterstützung eines ganzen Gemeinderates (!) - lässt mich an unserer demokratischen Grundordnung schon lange Zweifeln.

Wenn man die ganz Entwicklung von Oppenweiler in den letzten 40 Jahren  in Sachen Hochwasser sieht, wie hier rücksichtslos das Tal zubetoniert wurde nun auch noch in der gleichen Rücksichtslosigkeit der Hochwasserschutz umgesetzt wird, dann muss man sich langsam doch fragen, ob man will, dass unsere Kinder in so einer Gesellschaft leben sollen? Oder ob wir nicht gemeinsam versuchen müssen etwas zu verändern und unsere gesellschaftliche Entwicklung nicht Bürgermeistern wie Herrn Jäger und Gemeinderäten wie denen von Oppenweiler zu überlassen?