Samstag, 31. Dezember 2011

Keine Vorteile für Jägers Planung

Heute erschien unser Leserbrief in der Backnanger Zeitung. Er wurde fast wörtlich von meiner Vorlage - siehe unten - übernommen.


Keine Vorteile für Jägers Planung

Scheinbar haben es manche Angestellte der Verwaltung noch immer nicht begriffen. In Zeiten von Stuttgart 21 und mit der neuen Landesregierung gehören Aussagen wie: „Für Querschüsse gegen das Planfeststellungsverfahren habe ich daher kein Verständnis“ endlich in die Mottenkiste der Verwaltungsweisheiten. So eine politische Meinung passt nicht in ein demokratisches System, das die Möglichkeit zum Widerspruch bietet, wenn in ein vom Grundgesetz nach §14 garantiertes Recht auf Eigentum eingegriffen wird.

Man hat nie versucht, meine Ausbauplanung zu integrieren, das war nur pressewirksames Gerede. Die angeblichen Vorteile der nun vorgestellten Variante sind ein Witz. Seit wann ist ein Hochwasserkanal ein naturnahes Gewässer? Murrschlingen und langsame Fließgeschwindigkeiten waren der natürliche Murrabfluss. Überflutung der Wiesen war ein natürliches Phänomen. Eine Grundwasserabsenkung von rund 2 m soll nach 800 Jahren naturnah sein? Die Zerstörung von großen Biotopen und sauberer regenerativer Energie sind naturnah? Auch die Durchgängigkeit in dieser Art verlangt nicht einmal die europäische Richtlinie!

Mehr Rückhaltevolumen für die Unterlieger – geradezu lächerlich! Oppenweiler hat in den letzten Jahrzehnten alle Murrwiesen rücksichtslos zubetoniert. Man will jetzt sogar große Flächen an Ackerland eindeichen zum Weiterbauen. Schutz der Unterlieger: uninteressant, wenn es um die eigene Gewerbesteuer geht!

Nein, es geht nur ums Geld. Grundrechte sind egal, dafür hat man kein Verständnis. Ich entschuldige mich schon jetzt bei allen vom Hochwasser Betroffenen, aber mein Wasserrecht wird erst enteignet, wenn die letzte juristische Instanz verloren wurde. Bis dahin werde ich alles unternehmen, um Jägers Planung zu verhindern. Hochwasserschutz nur mit meiner Wasserkraftanlage, was technisch und mit gutem Willen möglich ist. Vielleicht sollten Oppenweiler und Backnang nachrechnen, ob das vorhandene Prozess- und das Verzögerungsrisiko der Baumaßnahme nicht doch eine Integration meiner Wasserkraftanlage zulässt, vielleicht müsste man das Land um eine konkrete Förderung zur Integration der Rüflensmühle bitten. Oder man fragt die Gewinner aus der Baumaßnahme nach einem freiwilligen Zuschuss…


Dr. Jürgen Küenzlen, Rüflensmühle

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Haushaltsrede Bündnis 90/Die Grünen 2012 - Verständnislosigkeit für die Verweigerung unserer Integration

Bündnis 90 Die Grünen fragen sich auch, warum Hochwasserschutz und Wasserkraft in der Rüflensmühle nicht zusammen passen sollen. Diese Frage erstaut doch sehr, da laut Wasserverband kleine Wasserkraftanlagen extrem unökologisch sein sollen und deshalb stillgelegt werden sollten...

Freitag, 23. Dezember 2011

Die "Zukunft" der Stromerzeugung: Fotovoltaik statt Wasserkraft??

Heute berichtet die Backnanger Zeitung über den neuesten "Coup" des Wasserverbandes: das Angebot, dass wir unser Wasserrecht aufgeben und stattdessen mit einer Fotovoltaikanlage "entschädigt" werden sollen. Nun ja, Wasserkraftbetreiber, mit denen wir darüber gesprochen haben, schwankten zwischen ungläubigem Kopfschütteln und sich den Bauch halten vor Lachen.