Die ertste Unterliegergemeinde -Kirchberg Murr - ist nun wohl aufgewacht, nachdem Sulzbach/Murr und Backnang Mauern bauen wollen ohne, dass auch nur ein Becken in der Planfeststellung ist.
Es wundert niemanden, dass noch bei keinem Becken eine Einigung mit den betroffenen Anliegern getroffen werden konnte? Mich wundert es nicht....
Ich bin ja gespannt, ob auch die neuen Mauern vom LRA wieder ohne jedes Becken genehmigt werden...
Kontakt: info (at) hochwasser.biz. Im Zuge der Planungen für das Hochwasserrückhaltebecken Oppenweiler sollte das 800 Jahre alte Wasserrecht der Rüflensmühle enteignet werden - obwohl es eine alternative Planung von uns gab. Im den Jahren 2014/15 konnte nach langer Auseinandersetzung eine Einigung zum Erhalt des Wasserrechtes erzielt werden. Seit der ersten öffentlichen Vorstellung der Maßnahme am 16.03.2010 sind bis heute über 11 Jahre vergangen.
Sonntag, 26. Januar 2014
Sonntag, 29. Dezember 2013
Kleines Zwischenfazit und ein großes Dankeschön für das Interesse, an Sie liebe Leser und einen guten Rutsch ins Jahr 2014!!
Bei rund 700-1.000 Seitenaufrufen aus ganz Deutschland jeden Monat (!) ist das Interesse am Schicksal der Rüflensmühle weiter ungebrochen hoch. Deshalb möchte ich heute einmal mehr Danke sagen. Ohne die große öffentliche Aufmerksamkeit wäre es sicher nicht möglich gewesen beim Wasserverband Murrtal ein Umdenken zu erreichen, Danke liebe Leser!!
Anfang 2010 hat das Thema Hochwasserschutz mit einem Termin in Backnang für mich begonnen. Damals habe ich in der öffentlichen Sitzung eine Zusammenarbeit angeboten. Ja sogar den Vorschlag unterbreitet, dass ich auch an Lösungen für das Becken mitarbeiten würde, die eine komplette Änderung der Stauhaltung beinhalten d. h. ich neuen Lösungen nicht im Wege stehe, solange ich meine Wasserkraftanlage weiter betreiben kann.
Im März 2010 habe ich den Bürgermeistern Dr. Strobel (damals Murrhardt) und Steffen Jäger meine Ausbauplanung vorgestellt. Herr Dr. Strobel redet damals noch von einer möglichen "Win Win Situation".
Im April 2011 habe ich dann die Grundlage der Variante 3K und der heutigen Variante 3c mit dem Antrag auf den Ausbau meiner Anlage dem LRA Rems-Murr-Kreis schriftlich vorgeschlagen.
Im November 2011 gab es einen großen Vorort Termin mit Landratsamt, Regierungspräsidium, Vertretern der Gemeinde Oppenweiler und des Wasserverbandes. Damals hat man mir von Seiten des Verbandes mitgeteilt, dass man das Becken vergrößern will und mein Wasserrecht entfallen soll. Dies habe ich eher durch Zufall damals überhaupt erst erfahren. Im gleichen Monat dann auch der erste Zeitungsbeitrag über uns in der Backnanger Zeitung. Diesem sollte noch viele viele weitere folgen.
Im April 2012 haben wir dann schließlich die private Rückhaltebeckenvariante 3K der Öffentlichkeit bei einer Veranstaltung des BUND vorgestellt.
Im Juni 2013 wurde dann die Variante 3K in der renommierten Fachzeitschrift Bautechnik im deutschsprachigen Raum vorgestellt.
Erst im Oktober 2013 dann das Einlenken des Verbandes und im Dezember erneut ein Vorort Termin mit LRA und RP.
Stand heute geht es um die Finanzierung der Integration der Wasserkraftanlage. Ich vertrete die Ansicht, dass ich das Rückhaltebecken nicht brauche - sondern die Allgemeinheit d. h. der Wasserverband alles so zu bauen hat, dass mir keine Nachteile zum Vorteil der Anderen entstehen, man wirft mir dann zwar gerne vor, dass ich Verantwortung für die Allgemeinheit zu tragen hätte, man sehe mir aber nach, dass diese auch bei mir Grenzen hat. Dies wird sicher noch zu weiteren Diskussionen führen, da man die Ansicht vertritt, dass ich mich finanziell im großen Umfang zu beteiligen habe, obwohl ich vor langer Zeit bereits eine Beteiligung von 50.000 Euro angeboten habe.
Lieber Leser, ich denke, dass sich keiner vorstellen kann, wie es ist so eine Auseinandersetzung nahezu alleine gegen die öffentliche Verwaltung zu führen. Ich wünsche es niemandem, dass er jemals in eine vergleichbare Lebenssituation kommt - wie meine letzten Jahre. So eine Erfahrung verändert einen auch persönlich und menschlich extrem. Wenn ich denke, dass ich bei meinem ersten Leserbrief nicht geschlafen habe und am Ende sogar ein Radiointerview geben durfte über das Thema, hat sich vieles verändert. Man wird ungewollt bekannt, öffentlich angegriffen, beschimpft und beleidigt erhält aber auch oft Zuspruch, weil viele Mitbürger meinen Blog und die Pressebereichte mitverfolgen. Das Foto zeigt einmal die ganzen Veröffentlichungen in Tageszeitungen und Fachzeitschriften der letzten Jahre, so etwas braucht wirklich kein Mensch!
Deshalb heute nochmal Danke!! Ohne die große öffentliche Anteilnahme wäre dieser enorme Druck der auf mir lastet nicht durchzustehen. Ich werde aber weiter für den Erhalt der Rüflensmühle einstehen. Dass ich dies mit allen Konsequenzen tun werde, hat sich heute vermutlich bis in die höchsten Ebenen der Verwaltung herumgesprochen. Ich wünsche mir für das Jahr 2014, dass ich irgendwann berichten kann, dass die Problematik einvernehmlich nach 4 Jahren geregelt werden konnte.
Liebe Leser: wir als Wähler haben es in der Hand, ob so ein politisches System mit der Macht einzelner Zukunft hat oder nicht. Wir Bürger müssen wieder mehr für unsere Rechte selber einstehen und nicht alles nur der Verwaltung und der Politik überlassen! Sonst werden wir eines Tages nur noch Steuern und Abgaben bezahlen und nur noch tun was Einzelne wenige wollen...
Auch auf das Rechtssystem und die Gerichte sollte man sich nicht verlassen, denn Rechststaat und Gerichte sind unglaublich teuer. Nicht umsonst vertritt die Verwaltung und die Politik die Meinung, dass wir Bürger ja klagen können für unsere Rechte. Damit Sie, liebe Leser, einmal eine Vorstellung der Kosten bekommen: bei mir und Familie Lind sind bis heute 14.000 Euro an Anwaltskosten aufgelaufen, es gab noch nicht einmal einen Gerichtstermin! Und zusätzlich rund 10.000 Euro für Fachgutachten. Soviel zum Rechtsstaat und einer Klagemöglichkeit....
Als kleines PS, das ehemalige Grundstück der Familie Lind wird derzeit - nach dem Verkauf an die Gemeinde Oppenweiler - ebenfalls "umgestaltet". Der ganze alte Baumbetand und die wunerschöne Hecke wurden komplett plattgemacht....
Anfang 2010 hat das Thema Hochwasserschutz mit einem Termin in Backnang für mich begonnen. Damals habe ich in der öffentlichen Sitzung eine Zusammenarbeit angeboten. Ja sogar den Vorschlag unterbreitet, dass ich auch an Lösungen für das Becken mitarbeiten würde, die eine komplette Änderung der Stauhaltung beinhalten d. h. ich neuen Lösungen nicht im Wege stehe, solange ich meine Wasserkraftanlage weiter betreiben kann.
Im März 2010 habe ich den Bürgermeistern Dr. Strobel (damals Murrhardt) und Steffen Jäger meine Ausbauplanung vorgestellt. Herr Dr. Strobel redet damals noch von einer möglichen "Win Win Situation".
Im April 2011 habe ich dann die Grundlage der Variante 3K und der heutigen Variante 3c mit dem Antrag auf den Ausbau meiner Anlage dem LRA Rems-Murr-Kreis schriftlich vorgeschlagen.
Im November 2011 gab es einen großen Vorort Termin mit Landratsamt, Regierungspräsidium, Vertretern der Gemeinde Oppenweiler und des Wasserverbandes. Damals hat man mir von Seiten des Verbandes mitgeteilt, dass man das Becken vergrößern will und mein Wasserrecht entfallen soll. Dies habe ich eher durch Zufall damals überhaupt erst erfahren. Im gleichen Monat dann auch der erste Zeitungsbeitrag über uns in der Backnanger Zeitung. Diesem sollte noch viele viele weitere folgen.
Im April 2012 haben wir dann schließlich die private Rückhaltebeckenvariante 3K der Öffentlichkeit bei einer Veranstaltung des BUND vorgestellt.
Im Juni 2013 wurde dann die Variante 3K in der renommierten Fachzeitschrift Bautechnik im deutschsprachigen Raum vorgestellt.
Erst im Oktober 2013 dann das Einlenken des Verbandes und im Dezember erneut ein Vorort Termin mit LRA und RP.
Stand heute geht es um die Finanzierung der Integration der Wasserkraftanlage. Ich vertrete die Ansicht, dass ich das Rückhaltebecken nicht brauche - sondern die Allgemeinheit d. h. der Wasserverband alles so zu bauen hat, dass mir keine Nachteile zum Vorteil der Anderen entstehen, man wirft mir dann zwar gerne vor, dass ich Verantwortung für die Allgemeinheit zu tragen hätte, man sehe mir aber nach, dass diese auch bei mir Grenzen hat. Dies wird sicher noch zu weiteren Diskussionen führen, da man die Ansicht vertritt, dass ich mich finanziell im großen Umfang zu beteiligen habe, obwohl ich vor langer Zeit bereits eine Beteiligung von 50.000 Euro angeboten habe.
Lieber Leser, ich denke, dass sich keiner vorstellen kann, wie es ist so eine Auseinandersetzung nahezu alleine gegen die öffentliche Verwaltung zu führen. Ich wünsche es niemandem, dass er jemals in eine vergleichbare Lebenssituation kommt - wie meine letzten Jahre. So eine Erfahrung verändert einen auch persönlich und menschlich extrem. Wenn ich denke, dass ich bei meinem ersten Leserbrief nicht geschlafen habe und am Ende sogar ein Radiointerview geben durfte über das Thema, hat sich vieles verändert. Man wird ungewollt bekannt, öffentlich angegriffen, beschimpft und beleidigt erhält aber auch oft Zuspruch, weil viele Mitbürger meinen Blog und die Pressebereichte mitverfolgen. Das Foto zeigt einmal die ganzen Veröffentlichungen in Tageszeitungen und Fachzeitschriften der letzten Jahre, so etwas braucht wirklich kein Mensch!
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| In jeder Tageszeitung auf dem Haufen ein Beitrag - da kommt in 2 Jahren einiges zusammen... |
Deshalb heute nochmal Danke!! Ohne die große öffentliche Anteilnahme wäre dieser enorme Druck der auf mir lastet nicht durchzustehen. Ich werde aber weiter für den Erhalt der Rüflensmühle einstehen. Dass ich dies mit allen Konsequenzen tun werde, hat sich heute vermutlich bis in die höchsten Ebenen der Verwaltung herumgesprochen. Ich wünsche mir für das Jahr 2014, dass ich irgendwann berichten kann, dass die Problematik einvernehmlich nach 4 Jahren geregelt werden konnte.
Liebe Leser: wir als Wähler haben es in der Hand, ob so ein politisches System mit der Macht einzelner Zukunft hat oder nicht. Wir Bürger müssen wieder mehr für unsere Rechte selber einstehen und nicht alles nur der Verwaltung und der Politik überlassen! Sonst werden wir eines Tages nur noch Steuern und Abgaben bezahlen und nur noch tun was Einzelne wenige wollen...
Auch auf das Rechtssystem und die Gerichte sollte man sich nicht verlassen, denn Rechststaat und Gerichte sind unglaublich teuer. Nicht umsonst vertritt die Verwaltung und die Politik die Meinung, dass wir Bürger ja klagen können für unsere Rechte. Damit Sie, liebe Leser, einmal eine Vorstellung der Kosten bekommen: bei mir und Familie Lind sind bis heute 14.000 Euro an Anwaltskosten aufgelaufen, es gab noch nicht einmal einen Gerichtstermin! Und zusätzlich rund 10.000 Euro für Fachgutachten. Soviel zum Rechtsstaat und einer Klagemöglichkeit....
Als kleines PS, das ehemalige Grundstück der Familie Lind wird derzeit - nach dem Verkauf an die Gemeinde Oppenweiler - ebenfalls "umgestaltet". Der ganze alte Baumbetand und die wunerschöne Hecke wurden komplett plattgemacht....
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| alles kahl und leer.... |
Samstag, 30. November 2013
Landrat Fuchs: "Ritterschlag Beweis für beispielgebenden Führungsstil"
mit obiger Schlagzeile beglückwünscht Herr Landrat Fuchs Herrn Jäger zum Karriereschritt. Herr Jäger wird die Gemeinde Oppenweiler im Sommer 2014 als Bürgermeister verlassen und wird Beigeordneter des Gemeindetags Baden-Württemberg.
Die ganze Pressemitteilung aus dem Landratsamt muss man unbedingt gelesen haben, vorallem, wenn man in den letzten Jahren diesen "beispielgebenden Führungsstil" in Sachen Hochwasserschutz mitverfolgt hat.
Eines muss ich aber fairer weise sagen, vor einer Woche gab es nach langem Streit einen gemeinsame Termin im LRA zu Besprechung der Variate 3c. In dieser Besprechung hat sich Herr Jäger sehr sachlich und erstmals fair gezeigt. Das Problem mit Familie Lind hat er am Ende ja auch gelöst.
Schade, dass über 2 Jahre wirklich übler Kleinkrieg notwendig waren bis zu diesem Ergebnis, für Herrn Jäger scheint es sich ja gelohnt zu haben, seine Arbeitsweise scheint ja gut anzukommen....
Hier noch der Beitrag aus der Stuttgarter Zeitung zum Thema.
Die ganze Pressemitteilung aus dem Landratsamt muss man unbedingt gelesen haben, vorallem, wenn man in den letzten Jahren diesen "beispielgebenden Führungsstil" in Sachen Hochwasserschutz mitverfolgt hat.
Eines muss ich aber fairer weise sagen, vor einer Woche gab es nach langem Streit einen gemeinsame Termin im LRA zu Besprechung der Variate 3c. In dieser Besprechung hat sich Herr Jäger sehr sachlich und erstmals fair gezeigt. Das Problem mit Familie Lind hat er am Ende ja auch gelöst.
Schade, dass über 2 Jahre wirklich übler Kleinkrieg notwendig waren bis zu diesem Ergebnis, für Herrn Jäger scheint es sich ja gelohnt zu haben, seine Arbeitsweise scheint ja gut anzukommen....
Hier noch der Beitrag aus der Stuttgarter Zeitung zum Thema.
Bye bye Familie Lind - 2 Jahre Kleinkrieg nehmen morgen endlich ein Ende
Der erste Blogpost über Familie Lind vom Mai 2012:
Die Familie Lind in Oppenweiler - rücksichtsloser kann Hochwasserschutz nicht sein
Der zweite im Mai 2013:
Steffen Jäger und der Gemeinderat: Gewerbesteuer kommt in Oppenweiler ganz klar vor den einfachen Menschen!! Familie Lind - Unternehmen in Oppenweiler!
Nach mehreren Zeitungsbeiträgen, Radio Interview im SWR und Bericht im SWR Fernsehen (!) hatte Herr Jäger endlich ein Einsehen. Mit dem heutigen Tag geht die Familiengeschichte der Familie Lind in Oppenweiler an der Murr nach fast 60 Jahrten zu Ende. Fast 2 Jahre hat es gedauert, bis die Gemeinde Oppenweiler unter Herrn Bürgermeister Jäger endlich bereit war Verantwortung für das Schicksal dieser Familie zu übernehmen. Mit dem morgigen Tag ist die Gemeinde Eigentümerin des Anwesens der Familie Lind, Herr Jäger hatte irgendwann nun doch noch ein Einsehen und hat das Anwesen für die Gemeinde erworben.Ein wunderschönes Anwesen mit fast 3000 qm Grundstück und wirklich tollem Garten - fast wertlos durch das von der Gemeinde verantworte und den Unternehmern gebaute Hochwasserproblem.
Donnerstag, 24. Oktober 2013
Auch die gegen massiven Widerstand aus der Bevölkerung durchgedrückte "obere Walke" wird zum Flop für die Backnanger Verwaltung...
Am 18.10. konnte man in der Backanager Zeitung lesen, dass nicht nur die Träume mit dem Rückhaltebecken ohne meine Wasserkraft geplatz sind, sondern scheinbar auch die geplante Bebauung der oberen Walke:
Seit 2012 klagt nun der BUND gegen diese Bebauung und vorallem die enorme Auffüllung des gesamten Geländes direkt an der Murr und damit die Verschärfung der Hochwassersituation für Ober- und Unterlieger.
Besonders interessant ist jedoch aktuell, dass nun der Investor über die Wohnbebauung nachdenkt. Daran sieht man, wie schnell man doch in der Bevölkerung vergisst. Bereits 2006 gab es auf privater Basis über eine Diplomarbeit eine Planung für eine Wohnbebauung des Geländes. Diese Diplomarbeit entstand an der Hochschule Ostwestfalen Lippe.
Tja, vielleicht sind die Bürger ja doch nicht ganz soooo dumm, wie es die Verwaltung gerne hätte?
Investor denkt an Wohnbebauung
Die Pläne und die Realität
Seit vielen Jahren gab es in der Bevölkerung massiven Widerstand gegen die Pläne für die Bebauung der obere Walke. Diese aktuelle Planung entält eine enorme Auffüllung von Gelände direkt an der Murr, ein Ausgleich soll über das Rückhaltebecken Oppenweiler erfolgen.
Seit 2012 klagt nun der BUND gegen diese Bebauung und vorallem die enorme Auffüllung des gesamten Geländes direkt an der Murr und damit die Verschärfung der Hochwassersituation für Ober- und Unterlieger.
Besonders interessant ist jedoch aktuell, dass nun der Investor über die Wohnbebauung nachdenkt. Daran sieht man, wie schnell man doch in der Bevölkerung vergisst. Bereits 2006 gab es auf privater Basis über eine Diplomarbeit eine Planung für eine Wohnbebauung des Geländes. Diese Diplomarbeit entstand an der Hochschule Ostwestfalen Lippe.
Tja, vielleicht sind die Bürger ja doch nicht ganz soooo dumm, wie es die Verwaltung gerne hätte?
Montag, 21. Oktober 2013
Leserbrief: "Privatkrieg" von Bürgermeister Jäger gegen Dr. Jürgen Küenzlen?
Leserbrief zum Bericht
„Überraschende Einigung in Sicht“ vom 10.10.2013 abgedruckt am 19.10.2013 in der Backnanger Zeitung:
Den
mehr als zweijährigen „Privatkrieg“ von BM Jäger gegen Herrn Dr. Küenzlen hat
allein der Bürgermeister aus Oppenweiler zu verantworten. Hätte dieser seine
Funktion als Wasserverbandsvorsitzender sachgerecht wahrgenommen, hätte das
Rückhaltebecken schon vor zwei Jahren in die Planung gehen können. Klar wird
nun erkennbar, dass es BM Jäger – und nicht zuletzt auch MdL Klenk im
Hintergrund – vor allem um den innerörtlichen Hochwasserschutz in Oppenweiler
selbst ging, während sämtliche Unterliegerkommunen dadurch einem höheren
Hochwasserrisiko ausgesetzt sind. Nun werden die hochgepeppelten Gewerbegebiete
von Oppenweiler mit weiteren umweltschädlichen Subventionen staatlicherseits
bedacht und die Spirale aus Zersiedelung - Subventionierung von Gewerbegebieten
- Vernichtung von Überschwemmungsgebieten setzt sich fort und wird vom
Steuerzahler beglichen.
Was in diesem Ränkespiel aber am meisten
befremdet ist die Haltung der Stadt Backnang. Kein Wort des Protestes gegen den
Bürgermeister aus Oppenweiler, obwohl Backnang durch dessen Versagen in einem
Gefangenen-Dilemma steckt. Der Trittbrettfahrer mit der vorzeitigen innerörtlichen
Eindeichung ist dagegen Oppenweiler. Hier sind Fragen zu stellen!
Wie konnte es dazu kommen, dass die
Anliegerkommunen der Rems schon vor Jahren neun größere Rückhaltebecken
fertigstellten und damit den Bau innerörtlicher Maßnahmen gänzlich vermeiden
konnten? Weshalb hat es OB Dr. Nopper unterlassen, auf den rechtzeitigen Bau
des Rückhaltebeckens Oppenweiler zu bestehen, obwohl er die Gefahr für Backnang
kennen muss? Weshalb will er nach wie vor den innerörtlichen Hochwasserschutz
in Backnang ohne das Becken vor Oppenweiler ausbauen, obwohl er dadurch weite
Teile der Backnanger Innenstadt potentiell schädigt? Wieso hat er nicht gegen
den innerörtlichen Hochwasserschutz in Oppenweiler geklagt? Stattdessen muss
dies von privater Seite aus geschehen, da eine „Krähe der anderen kein Auge
aushackt“ (siehe Krankenhaus Backnang). Dessen ungeachtet wird die Obere Walke
in Backnang in einer Art und Weise aufgefüllt und bebaut, dass einem nicht nur
(bald) Hören und Sehen vergeht, sondern auch noch Angst und Bange bei jedem größeren
Hochwasser wird. Der Backnanger OB ist ja nicht persönlich betroffen.
Prof. Dr. Andreas
Brunold, Backnang
Samstag, 12. Oktober 2013
Wasserverband stimmt einstimmig für Ausbau- und Erhalt der Rüflensmühle
Unglaublich aber doch wahr, es kommt Bewegung in die Sache, der Wasserverband stimmt am 09.10.2013 für eine Variante 3c mit Erhalt und Ausbau der Rüflensmühle. Damit sind wir heute an dem Punkte, den ich vor genau 2,5 Jahren bereits vorgeschlagen hatte - für eine ein zügige Umsetzung des Hochwasserschutzes für Oppenweiler und Backnang. Im April 2012 hatte man noch einstimmig für meine Enteignung gestimmt. Was in den 2,5 Jahren dazwischen passiert ist, kann jeder in diesem Blog umfangreich nachlesen!
Beitrag dazu aus der Stuttgarter Zeitung vom 16.10.2013.
[...]
[...]
[...]
Beitrag dazu aus der Stuttgarter Zeitung vom 16.10.2013.
Mit
Schreiben vom 10. April 2011 an das Landratsamt Rems-Murr-Kreis habe
ich meinen Kraftwerksausbau beantragt, den Herren Dr. Strobel und Jäger
vom Wasserverband hatte ich Monate vorher von meiner Planung
persönlich im Detail unterrichtet. Im Antrag an das LRA bereits enthalten der
Integrationsvorschlag für die Rüflensmühle in das geplante
Rückhaltebecken. Zum damaligen Zeitpunkt gab es noch keine Variante 3a
oder 3b, sondern nur die Variante 3 (siehe Bild):
Aus
meiner Sicht ist die „neue Murr“ als reiner Hochwasserentlastungskanal (mit Lage
innerhalb des Rückhaltebeckens) zu sehen und zu planen. Dieser
Hochwasserentlastungskanal könnte beispielsweise mit einem modernen
Schlauchwehr vom vorhandenen Altarm der Murr abgetrennt werden. Damit wäre eine
Trennung zwischen Staugebiet meines Kraftwerkes und „neuer Murr“ zur Haltung
des Oberwasserspiegels möglich.
Diese
Lösung hätte gegenüber der Verbandslösung mit Verfüllung des Flussquerschnittes
und rauer Rampe den weiteren Vorteil, dass nur bei sehr großen
Hochwasserabflüssen die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen überflutet würden.
Durch das derzeit vom Verband geplante Querbauwerk käme es vermutlich regelmäßig,
auch bei geringeren Hochwasserabflüssen (unterhalb der Regelabgabe des
Rückhaltebeckens), zur Überflutung der angrenzenden Wiesen bzw. Ackerflächen.
Weiter schlage
ich vor, den Altarm der Murr im Sinne der WRRL aufzuwerten und durchgängig zu gestalten.
Bedingt durch den Kraftwerksneubau wäre eine nahezu dauerhafte Durchströmung
des Altarmes mit ausreichend Wasser ab dem Kraftwerksauslauf (derzeitiger
Leerschuss des vorhandenen Kraftwerkes) gegeben. Das
neue Kraftwerk wird so geplant, dass diese Turbine besonders mit geringen
Niedrigwasserdurchflüssen zurechtkommt.
[...]
Die
Sohle des Altarmes könnte dann im Zuge der Renaturierung durch den Verband auf
ein Höhenniveau des bisherigen Triebwerkkanals vertieft werden, um eine
zusätzliche Fallhöhe für das neue Kraftwerk zu erzielen (inkl. Tieferlegung der
vorhandenen Pegelschwelle). Gleichzeitig könnte eine abwechslungsreiche Sohle
mit Bepflanzung an den Ufern gestaltet werden.
Der
Bereich
des Altarmes (Oberstrom) zwischen neuem Triebwerksauslauf und Damm des
Hochwasserverbandes könnte bis auf die Höhe der Querschwelle verfüllt
und als
naturnaher Auenbereich mit eventuell kleinerem „Wildbach“ gestaltet und
bepflanzt werden. Die Wildbachstruktur würde bei den Abflüssen [...] an
ca. 100 Tagen im Jahr mit Abflüssen über eine Mindestwasserregelung
durchströmt werden. Dies könnte
beispielsweise durch eine Überströmung der seitlichen Begrenzung des
neuen
Triebwerkskanales erfolgen, ähnlich einem Streichwehr, wie es noch vor
110
Jahren an diesem Standort über Jahrhunderte hinweg vorhanden war.
Ich
hoffe, ich konnte Ihnen aufzeigen und verdeutlichen, dass ich mir sehr viele
Gedanken in Bezug auf ein Miteinander von Natur und Kraftwerk gemacht habe. Aus
meiner Sicht ist es möglich, das Kraftwerk in eine ökologisch wertvolle und
aufgewertete Flusslandschaft zu integrieren. Diese einmalige Chance bietet sich
heute durch die geplante große Baumaßnahme des Hochwasserzweckverbandes.
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